Vorzugsmilch = Vorzügliche Milch


 

Was ist Vorzugsmilch? 

Vorzugsmilch ist unbehandelte, also rohe Milch, die nur durch staatlich zugelassene und kontrollierte Vorzugsmilchbetriebe hergestellt werden darf. Da sie als Rohmilch in den Handel, sprich in die Direktvermarktung und an den Endverbraucher gelangt, unterliegt sie besonders hohen Anforderungen. Diese betreffen den Tierbestand und den Erzeugerbetrieb ebenso wie die Gewinnungshygiene und Beschaffenheit des Produkts.

 

  

Was ist so vorzüglich an der Vorzugsmilch? 

Vorzugsmilch wird sofort nach dem Melken gefiltert und auf 4 Grad Celsius gekühlt. Alle natürlichen Inhaltstoffe der Milch wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralien bleiben nahezu ohne Einschränkungen vorhanden. Vorzugsmilch ist ein Naturprodukt, das keiner weiteren Behandlung wie Homogenisieren und Erhitzen unterzogen wird. Der Fettgehalt kann je nach Jahreszeit, Futter und Rasse zwischen 3,6 und 4,2% schwanken.

Dementsprechend kann die Zusammensetzung von 100g Vorzugsmilch hier nur beispielhaft angegeben werden: 87,2g Wasser; 3,3g Eiweiß; 3,8 - 4,0g Fett; 120 mg Kalzium; 12 mg Magnesium, 93 mg Phosphat; 0,1 mg Eisen; 0,4 mg Zink; 4,8g Zucker; 0,043 mg Vitamin A; 0,1 mg Vitamin E; 0,2 mg Vitamin B2; 1,7 mg Vitamin C und andere. Der Gesetzgeber schreibt für Vorzugsmilch einen Verbrauchszeitraum von max. 96 Stunden vor. Dadurch ist sichergestellt, dass Vorzugsmilch „ohne Umwege“ über eine Molkerei wirklich frisch zum Verbraucher gelangt.

 

Wie schmeckt Vorzugsmilch?

Vorzugsmilch ist ein Geschmackserlebnis. Das wird jeder, der sie regelmäßig genießen kann, bestätigen können. Im Gegensatz zu Milch, die in der Molkerei homogenisiert und erhitzt wird, schmeckt Vorzugsmilch vollmundig und weist keinen Kochgeschmack auf. Da Vorzugsmilch nicht homogenisiert wird, rahmt sie nach einiger Zeit voll auf. Vor dem Trinkgenuss sollte sie daher vorsichtig aufgeschüttelt werden. Wie jede Milch sollte Vorzugsmilch durchgängig kühl und dunkel gelagert werden, um geschmackliche Einbußen zu vermeiden.

 

Wer darf Vorzugsmilch produzieren?

Eine Auflistung der in Deutschland zugelassenen und geprüften Erzeugerbetriebe unserer Mitglieder finden Sie hier

Vor der Zulassung auf Antrag prüfen die zuständigen Behörden und Veterinärämter der einzelnen Länder die Eignung des Betriebs sowie Qualität und Gesundheit des Tierbestandes. Die staatlichen Qualitätskontrollen beurteilen zudem regelmäßig die Aufstallung und Fütterung in den Betrieben, das Melken, Behandeln, Kühlen und Abfüllen der Milch sowie die Produktionshygiene inklusive der damit befassten Personen.

Zugelassene Erzeugerbetriebe führen regelmäßig Eigenkontrollen durch, um die hohen Anforderungen an die Hygiene eigenverantwortlich zu kontrollieren und so die hohe Qualität und Unbedenklichkeit der Vorzugsmilch zu gewährleisten. Der Gesundheitszustand des Milchviehbestandes wird zudem amtlich überwacht. Die monatliche Entnahme von Milchproben durch die Betriebe und deren Untersuchungen durch die Kreisveterinärämter sind Teil der aufwändigen Routine.Im Falle auffälliger Proben werden Nachproben entnommen. Im Zweifelsfall kann die zuständige Behörde jederzeit das temporäre Ruhen der Zulassung anordnen.

 

Wie gesund ist Vorzugsmilch?

Vorzugsmilch wird von denjenigen, die sie gerne trinken und eine normale gesundheitliche Konstitution haben, sehr gut vertragen. Da jeder menschliche Stoffwechsel einzigartig funktioniert und die Vorzugsmilch keiner Behandlung zur Abtötung von Keimen unterzogen worden ist, besteht ein geringes Restrisiko.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Milch, obwohl sie von Kühen kommt, deren Gesundheitszustand amtlich überwacht wird und deren Milch unter strengen hygienischen Bedingungen gewonnen wurde, Keime enthalten kann, die Einzelpersonen mit ungünstigen gesundheitlichen Voraussetzungen temporär beeinträchtigen. Daher gibt es die amtliche Empfehlung, dass Vorzugsmilch nicht von Kleinkindern, Kranken oder immungeschwächten Personen verzehrt werden sollte.

Diese Empfehlung ist nicht umsonst sehr vage. Entscheidend ist im Einzelfall immer das Vertrauen des mündigen Verbrauchers in dieses besondere naturbelassene Lebensmittel und seine Produzenten.

 

Was leisten die Produzenten?

Die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere sind das A und O für eine Milch, die in Qualität und Geschmack einzigartig ist. Jeder geprüfte und zugelassene landwirtschaftliche Betrieb arbeitet unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und unter Berücksichtigung regionaler und rassenspezifischer Besonderheiten mit größter Sorgfalt und aus Überzeugung mit seinen Vorzugsmilchtieren.

Wenn ein Tier krank wird oder erhöhte Zellzahlen hat, wird es sofort aus der Vorzugsmilchproduktion genommen. Neben der Verfassung des Tierbestandes müssen sämtliche Arbeitsschritte vom Melkvorgang bis zur Abfüllung stets genauestens kontrolliert werden. Somit ist eine der wichtigsten Aufgaben der verantwortlichen Landwirte auch präventive Detektivarbeit mit dem Ziel eventuelle Fehlerquellen schnell aufzuspüren und abzustellen.


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